Die Nachbarn retten – die Feuerwehr löscht

Datum: 6. Juli 2015 
Alarmzeit: 0:20 Uhr 
Alarmierungsart: Vollalarm (Sirene) 
Art: B3 Y – Mittelbrand mit Menschgefährdung  
Einsatzort: Schubertstr. / Cloppenburg 
Fahrzeuge: 14-11-10 (ELW 1) , 14-23-10 (TLF 16/25) , 14-26-10 (TLF 24/50) , 14-28-10 (SLF) , 14-30-10 (DLK 23/12) , 14-48-10 (HLF 20/16) , 14-49-10 (LF-L)  
Weitere Kräfte: Feuerwehr Cappeln, NEF, Polizei, RTW 


Einsatzbericht:

Die Nacht auf den 6. Juli ist angenehm kühl. Durch offene Fenster gelangt frische Luft in die aufgeheizten Räume. In der Schubertstraße ist es anders. Rauchschwaden aus dem mittleren von drei hintereinander stehenden Reihenhäusern beunruhigen die Nachbarn. Auch sie hatten die Fenster zum Lüften geöffnet und plötzlich riecht es bei ihnen nach Feuer. Als sie aufstehen und vor die Tür gehen haben sie es mit einem Zimmerbrand bei ihrem Nachbarn zu tun. Zwei junge Männer reagieren schnell, als sie feststellen, dass sich der Bewohner noch im Haus aufhält. Mit einem Eimer unternimmt er eigene Löschversuche. Dass er sich da bei in großer Gefahr befindet ist anscheinend nur den beiden Männern bewusst. Sie holen den 59-jährigen heraus und setzen einen Notruf ab. Um 00:16 Uhr heulen dann in Cloppenburg die Sirenen, zeitgleich wird auch die Feuerwehr Cappeln alarmiert.

Als die Feuerwehrkräfte eintreffen, ist der Bewohner schon in Sicherheit und wird vom Rettungsdienst versorgt. Bei den Löschversuchen hat er sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Der erste Atemschutztrupp geht ins Gebäude. Die Küche liegt gleich vorne ganz nah am Eingang. Das Feuer hatte dort reichlich Nahrung gefunden und sich ausgebreitet. Der Atemschutztrupp kriegt die Situation aber schnell in den Griff. Als die offenen Flammen gelöscht sind machen sie sich daran, die Angaben der Nachbarn, es befände sich keine weitere Person in der Wohnung, zu überprüfen. Sie durchsuchen die gesamte Wohnung. Tatsächlich war der 59-jährige alleine. Weitere Trupps folgen, sie löschen das Feuer und räumen die verbrannten Reste der Kücheneinrichtung heraus. Gegen zwei Uhr kann der Einsatzleiter die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.