Dorfkrug gerettet – Bewohner kommt verletzt ins Krankenhaus

Datum: 24. Januar 2018 
Alarmzeit: 2:18 Uhr 
Alarmierungsart: Vollalarm (Sirene) 
Art: B3 – Mittelbrand  
Einsatzort: Museumstr. / Cloppenburg 
Fahrzeuge: 14-11-10 (ELW 1) , 14-23-10 (TLF 16/25) , 14-26-10 (TLF 24/50) , 14-28-10 (SLF) , 14-39-10 (DLA(K) 42) , 14-48-10 (HLF 20/16) , 14-49-10 (LF-L) , 14-52-10 (RW 2)  
Weitere Kräfte: DRK Bereitschaft Cloppenburg, Feuerwehr Emstek, Polizei, RTW (40-83-1), RTW (40-83-2) 


Einsatzbericht:

In der Betriebsleiterwohnung des Dorfkrugs im Cloppenburger Museumsdorf  ist in der Nacht zu Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Der einzige Bewohner konnte sich selbst aus der Wohnung im Obergeschoss retten. Der 76-jährige trug dabei Verletzungen davon. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert.

Gegen zwanzig nach zwei wurde die Feuerwehr Cloppenburg alarmiert. Die Polizei war von einer Alarmanlage zu einem Einbruchalarm in das Museumsdorf gerufen worden. Dort stellten die Beamten fest, dass der Alarm vom Dorfkrug ausging. Vermutlich von dem 76-jährigen auf seinem Weg ins Freie ausgelöst. Der Wachhabende in der Cloppenburger Polizeiwache ließ aufgrund der Lage einen Streifenwagen in die Museumsstraße fahren um den Nebeneingang zu öffnen. Als das erste Einsatzfahrzeug der Feuerwehr eintraf, öffnete eine Beamtin das schwere Holztor. So konnte das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) ohne Verzögerung an die Einsatzstelle fahren. Hätte sich die Besatzung des HLF erst Zugang verschaffen müssen, wäre wertvolle Zeit verloren gegangen. Das gute Zusammenspiel von Polizei und Feuerwehr hat maßgeblich zum Erfolg des Einsatzes beigetragen.

Der Löschangriff verlief ohne größere Schwierigkeiten, allerdings hatte der Angriffstrupp zunächst Schwierigkeiten sich in der Wohnung zurecht zu finden. In der stark verqualmten Wohnung orientierten sie sich mithilfe einer Wärmebildkamera. Deutlich konnte die zwei Männer den Temperaturverlauf des Rauches unter der Decke erkennen und so schnell zum Brandherd vordringen. Sie löschten die Flammen mit kurzen, gezielten Wasserstößen. Auf diese Weise hielten sie den Wasserschaden in dem historischen Reetdachgebäude gering.

Nach Einschätzung der an der Einsatzleitung beteiligten Feuerwehrleute hätte es durchaus zu weitaus größeren Schäden am Gebäude kommen können. Alle Fenster im Brandraum waren intakt geblieben, dem Feuer ging dadurch allmählich der Sauerstoff aus. Zudem konnten offene Flammen nicht auf das Reetdach übergreifen.

In der Zeit zwischen 02:19 und ca. 5:00 Uhr kamen ca. 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren Cloppenburg und Emstek zum Einsatz außerdem Kräfte des Deutschen Roten Kreuz, des Energieversorgers EWE und der Polizei.

 

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