Fabrikbrand bei Wiesenhof – Unterstützung FF Lohne

Datum: 28. März 2016 
Alarmzeit: 14:33 Uhr 
Alarmierungsart: 1.Schleife 
Art: B4 – Grossbrand  
Einsatzort: Brägeler Str. / Lohne 
Fahrzeuge: 14-11-10 (ELW 1) , 14-23-10 (TLF 16/25) , 14-26-10 (TLF 24/50) , 14-27-10 (GTLF) , 14-30-10 (DLK 23/12)  
Weitere Kräfte: DRK Vechta, ELW 2 des Landkreises Vechta, Feuerwehr Ahlhorn, Feuerwehr Altenoythe (LUF), Feuerwehr Bakum, Feuerwehr Bassum, Feuerwehr Bramsche, Feuerwehr Brockdorf, Feuerwehr Damme, Feuerwehr Diepholz, Feuerwehr Dinklage, Feuerwehr Espelkamp, Feuerwehr Friesoythe (LUF), Feuerwehr Gehlenberg (LUF), Feuerwehr Hemsloh, Feuerwehr Holdorf, Feuerwehr Lohne, Feuerwehr Löningen, Feuerwehr Lüsche, Feuerwehr Markhausen (LUF), Feuerwehr Steinfeld, Feuerwehr Südlohne, Feuerwehr Vechta, Feuerwehr Visbek, Feuerwehrtechnische Zentrale (AB Schaum), Fliegerhorst Diepholz, Kreisbrandmeister LK Vechta, Polizei, Polizeihubschrauber, Regierungsbrandmeister, RTW, stellv. Kreisbrandmeister (99-02-10), THW, Werkfeuerwehr BP Lingen 


Einsatzbericht:

Am Mittag des Ostermontag kam es im Lohner Werk der Wiesenhof-Schlachterei zu einem Feuer. Der Brand dehnte sich erheblich aus. Eine große Halle wurde vollständig zerstört. Die Feuerwehr Lohne forderte Feuerwehren aus einem größeren Umkreis an. Die Feuerwehr Cloppenburg schickte fünf Fahrzeuge. Neben einem Tanklöschfahrzeug 16/25 mit 9 Mann Besatzung und 2.800 Liter Wasser auch das Großtanklöschfahrzeug (GTLF – 24.000 Liter Wasser), ein Tanklöschfahrzeug mit 7.000 Litern (TLF 24/50), die Drehleiter und ein Führungsfahrzeug.

Das Großtanklöschfahrzeug als Wasserpuffer

Die Cloppenburger Besatzungen hatten verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Das GTLF diente als Wasserpuffer. Dabei wird es in eine Schlauchleitung zwischen Wasserentnahmestelle und den Verbrauchern eingebunden. Mit seiner Hochleistungs-Lenzpumpe kann das GTLF große Wassermengen an die Fahrzeuge am Feuer verteilt werden. Wird mehr Wasser geliefert als vorne benötigt wird, füllt der Überschuss den großen Tank des GTLF auf. Dadurch wird der Wasserfluss gleichmäßiger und die Arbeit der Maschinisten erheblich erleichtert.

Hinter der Betonpumpe das 24/50

Das 24/50 gehört zu den Abnehmern mit einem großen Wasserbedarf. Seine Pumpe fördert bis zu 2.500 Liter Wasser in der Minute. In Lohne wurde das 24/50 und sein Maschinist sechseinhalb Stunden stark gefordert. Nach einer kurzen Einweisung in die Lage speiste das Fahrzeug ununterbrochen eine große Betonpumpe. Mit ihrem langen Ausleger können Betonpumpen das Löschwasser recht genau an bestimmte Stellen bringen.

Drehleiter und TLF, gute Arbeit mit unbekannten Partnern

Die Besatzung des TLF 16/25 verlegte zwei mal 2.500 Meter Schlauch. Nicht alleine, die doppelte B-Leitung wurde zusammen mit Kameraden aus Ahlhorn und Diepholz ausgebracht. Mit den Ahlhornern hat man nur selten zu tun, mit der Feuerwehr Diepholz nie, trotzdem klappte die Zusammenarbeit gut.

Im Normallfall wäre es die Aufgabe des TLF 16/25 gewesen, die eigene Drehleiter mit Wasser zu versorgen. Zu Nachbarschaftshilfen fahren die beiden immer als Tandem raus. Wenn eine Feuerwehr die Cloppenburger Leiter anfordert, dann bekommt es das 16/25 automatisch dazu. Das hat unter anderem mit dem Wenderohr am Rettungskorb zu tun. Mit ihm können 800 Liter Wasser in der Minute abgegeben werden. Der Maschinist des versorgenden Tanklöschfahrzeugs muss behutsam mit dem Gashebel seiner Pumpe umgehen. Unerfahrene Maschinisten können Druckstöße im 30 Meter langen Schlauch nach oben verursachen und so den Leiterpark zum Schaukeln bringen. Bei Wiesenhof wurde die Leiter von der Feuerwehr Lüsche gespeist. Das mit der Schaukelei war dem Maschinisten anscheinend bekannt, alles lief glatt, kein Geschaukel. Knapp zwei Stunden lang wurde die DL eingesetzt. In dieser Zeit musste die Besatzung permanent Atemschutz tragen. Das TLF 16/25 stellte einen zusätzlichen Dreier-Trupp, der die Besatzung der Leiter ablöste.

Abrücken

Die 22 Männer waren gut sieben Stunden an der Einsatzstelle und kehrten gegen 22:00 Uhr nach Cloppenburg zurück. Bis alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren, vergingen noch 45 Minuten. Vorsichtig gerechnet entspricht das einer kompletten Arbeitswoche.

Nebenbei erledigt

Es gab noch einen Einsatz vor dem Einsatz. Im Lohner Stadtgebiet hatte sich ein Unfall zwischen zwei PKW ereignet. Die Cloppenburger öffneten eine Tür und leisteten den beiden leicht Verletzten Erste Hilfe. Und sicherten die Einsatzstelle ab.

Nachbarschaftshilfe und ein zeitgleicher Einsatz

Wenn die Feuerwehr die Stadtgrenzen verlässt um andere Wehren zu unterstützen, dann werden immer nur einige Fahrzeuge mitgenommen. Es bleiben immer genügend Wagen und Feuerwehrmänner in Cloppenburg um den Brandschutz und technische Hilfe zu gewährleisten. Dieser Fall trat am Ostermontag ein. Auf der B72 zwischen Cloppenburg und Varrelbusch war es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Der Fahrer eines Fahrzeugs wurde eingeklemmt und musste aus seinem Fahrzeug geschnitten werden. Trotz der Hilfe in Lohne konnte dieser Einsatz erfolgreich abgearbeitet werden.