St. Josefs Hospital – Betondecke eingestürzt

Datum: 28. September 2016 
Alarmzeit: 11:17 Uhr 
Alarmierungsart: Gruppenruf 
Art: H4 – Hilfeleistung gross  
Einsatzort: Krankenhausstr. / Cloppenburg 
Fahrzeuge: 14-11-10 (ELW 1) , 14-26-10 (TLF 24/50) , 14-39-10 (DLA(K) 42) , 14-48-10 (HLF 20/16) , 14-52-10 (RW 2)  
Weitere Kräfte: Kriseninterventionteam des DRK´s, NEF (40-82-1), Polizei, Rettungshubschrauber Christoph 6, RTW (40-83-1), RTW (40-83-2), RTW (40-83-3), THW 


Einsatzbericht:

Die beiden Bauarbeiter, die am Mittwochmorgen auf der Großbaustelle beim Cloppenburger St.-Josefs-Hospital verunglückt sind, haben gute Schutzengel gehabt. Obwohl eine schwere Fertigbetondecke auf sie stürzte, die just zuvor angeliefert worden war, trugen sie „nur“ schwere, aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen davon. „Die beiden haben wirklich großes Glück gehabt“, bestätigte der stellvertretende Stadtbrandmeister Dieter Leuschner, der gemeinsam mit seinem Kollegen Ulrich Lade den Einsatz leitete.

Gegen 11.15 Uhr waren die Feuerwehrleute mittels Sirenenalarm zu der Unglücksstelle an der Krankenhausstraße 13 gerufen worden. Diese befand sich unmittelbar an der Fußgängerbrücke über die Soeste bei der inzwischen abgerissenen Eingangsrampe. Die kürzlich angeschaffte neue Drehleiter leistete den 20 Feuerwehrleuten, die mit vier Fahrzeugen gekommen waren, wertvolle Dienste. Drehleiter-Steuermann Thomas Stöckmann konnte den Rettungskorb direkt an einen freiliegenden Eingang im ersten Stock bugsieren, um die Verletzten dort aufzunehmen.

Gott sei Dank ganz schnell an der Unglücksstelle war im Übrigen auch der Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, Priv.-Doz. Dr. Christian Weilbach, der sich gemeinsam mit den Mitarbeitern aus der Intensivstation und der zentralen Notaufnahme um die Erstversorgung der beiden Verunglückten kümmerte. Dazu seien dann noch die Rettungskräfte der benachbarten DRK-Station Cloppenburg mit dem Kriseninterventionsteam und der Feuerwehr verständigt werden, weil diese über die richtigen Tragesysteme verfügten, so Weilbach. „Wir haben hier wirklich einen sehr guten Rettungsdienst in Cloppenburg“, lobte der Mediziner.

Der 43-jährige Bauarbeiter sei – so Weilbach – direkt in den Schockraum des St.-Josefs-Hospitals zur weiteren Diagnostik gebracht worden. Weil der Rettungshubschrauber „Christoph 6“ schon der Luft gewesen sei, habe man sich entschlossen den 62-Jährigen Bauarbeiter in den Schockraum einer Oldenburger Klinik zu bringen. Weilbach: „Oft erkennt man erst später bei den genaueren Untersuchungen, wie schwer jemand verletzt ist.“

Auch den Geschäftsführer des St.-Josefs-Hospitals, Lutz Birkemeyer, ließ das Unglück auf „seiner“ Baustelle nicht kalt. „Wir sind in Gedanken bei den beiden Bauarbeitern und deren Familien“, so Birkemeyer. Die Klinikleitung gehe fest davon aus, dass beide Verletzten vollständig wieder genesen werden.

Quelle: Nordwest Zeitung