Übung zwischen Feuerwehr und DRK Einsatzeinheit

Datum: 6. Oktober 2018 
Alarmzeit: 13:54 Uhr 
Alarmierungsart: Gruppenruf 
Art: H4 – Hilfeleistung gross  
Einsatzort: Bahnhofstr. / Cloppenburg 
Fahrzeuge: 14-11-10 (ELW 1) , 14-23-10 (TLF 16/25) , 14-39-10 (DLA(K) 42) , 14-48-10 (HLF 20/16) , 14-49-10 (LF-L)  
Weitere Kräfte: Einsatzeinheit DRK, Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Am 6. Oktober 2018 fand im Cloppenburger Clemens August Gymnasium eine Übung für die Feuerwehr Cloppenburg und Einheiten des DRK statt. 
 

Nach einer Explosion in einem Chemieraum wurde die Feuerwehr Cloppenburg alarmiert. Schon als er mit seinem Fahrzeug eintraf, kamen dem Einsatzleiter verletzte Schüler entgegen. Daher ließ er das Einsatzstichwort erhöhen. Gut 20 sehr realistisch geschminkte „Schüler“ setzen den ersten Einsatzkräftig richtig zu. Überall wird Hilfe benötigt und auch sehr deutlich eingefordert. Panisch und hysterisch laufen die Kinder über die Einsatzstelle, lassen sich nicht festhalten und wollen auch wieder zurück in die Schule um ihren Mitschülern zu helfen.

 
Ein Team der Malteser aus Wallenhorst und vom DRK des Landkreises Cloppenburg haben mit Schminke, Kunstblut und Modelliermasse grauselige Verletzungen dargestellt. Offene Knochenbrüche, verbrannte Hände und Arme und sogar eine 2 Meter lange Eisenstange im Bauchbereich – alles ist dabei. Eigentlich haben die Feuerwehrleute schon damit genug zu tun, in zwei völlig vernebelten Unterrichtsräumen nach Verletzten zu suchen. Aber die Darsteller die zum Teil von der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Oldenburg Mitte kommen, haben sich der Zeit angepasst. Ein sehr selbstbewusster Elternvertreter und ein rücksichtsloser „Bürgerreporter“ mischen die Einsatzstelle richtig auf, sparen nicht mit Ratschlägen aller Art und sind eine richtige Plage. Ebenfalls anstrengend, dabei aber deutlich sympathischer, ist die zur Unfallstelle geeilte Mutter die verzweifelt ihren Sohn Paul sucht. Alle drei Typen treten so inzwischen tatsächlich auf.
 

Zwischenzeitlich sind auch die Einheiten des DRK eingetroffen. Die Zuwegung zum Haupteingang steht voll mit Rettungswagen. In zwei Bereichen werdend die Verletzten versorgt. Es klingt nicht schön, aber zunächst werden drei Gruppen gebildet. Leichtverletzte Gehfähige bilden die grüne Gruppe, dann gibt es noch die gelbe Gruppe für die mittelschwerverletzten und die schwer bzw. lebensbedrohlich Verletzten bilden die rote Gruppe. Diese Triage genannte Einteilung ist notwendig um die vorhandenen Kapazitäten an Personal, Fahrzeugen und Krankenhausplätzen möglichst sinnvoll auszunutzen. 

 

Am Verletztenablageplatze sind beeindruckende Szenen zu beobachten. Auch hier geben die Darsteller alles, um die DRK – Helfer aus dem ganzen Landkreis möglichst tief ins Geschehen zu ziehen. Stress gehört dazu. Ein junges Mädchen hyperventiliert mit bemerkenswerter Ausdauer. Eine andere fragt ihre Freundin mit größter Angst in der Stimme ob sie jetzt sterben würde. Das alles lässt die ehrenamtlichen Helfer natürlich nicht kalt. 

Während die meisten Patienten auf dem Vorhof des CAG bereits behandelt werden, muss sich der Lehrer im ersten Obergeschoss noch etwas gedulden. Dafür, dass ihm eine zwei Meter lange Eisenstange im Körper steckt, macht er das auch wirklich gut. Die Feuerwehr steht jetzt vor der Aufgabe , den Mann nach unten zu bekommen. Die Stange muss aber unbedingt stecken bleiben, herausziehen wäre lebensgefährlich. Mit einer großen hydraulischen Schere wird die Stange am Bauch und Rücken des Patienten abgeschnitten. Dann heißt es improvisieren. In einer Schleifkorbtrage und mit den Einsatzjacken als Stütze im Rücken wird der „Lehrer“ einigermaßen schonend aus dem Gebäude getragen. 

Nach gut eindreiviertel Stunden wird es allmählich ruhiger auf der Einsatzstelle. Das Übungsende kommt näher. Zum Abschluss versammeln sich die ca. 130 Teilnehmer auf dem Lehrerparkplatz. Das DRK aus Molbergen hat gekocht und eine komplette Verpflegungsstelle eingerichtet. Stadtbrandmeister Horst Lade und der Katastrophenschutzbeauftragte des DRK Tobias Eckholt bedanken sich bei allen Teilnehmern für ihren Einsatz. Eine Nachbesprechung wird es natürlich auch geben. Erste Ansätze für Verbesserungen zeigten sich schon im Übungsverlauf. Später wird mangemeinsam überlegen, an welchen Stellen man Änderungen vornehmen muss.